BOATLIFE

Mojito 888 - Sunday

03.06.18 - Status: Kaufvorbereitung

Meine Kriterien bei der Bootswahl

Grundsätzliche Parameter bei der Bootswahl sind natürlich der Geldbeutel und die bevorzugte Bootslänge. Oft hängt beides zusammen und ist nicht kurzfristig konfigurierbar. Da dieser Rahmen bei mir abgesteckt ist, habe ich überlegt, welche Kriterien sich nach meinem Wunsch erfüllen lassen.

Tiefgang, Kieltyp und Trockenfallen

Mit einem permanent tiefgehenden Kiel fühle ich mich in vielen Revieren und in Strandnähe eingeschränkt. Außerdem ist mir jeder andere, als ein einzelner angebolzter, Kiel aus Gründen der Kentersicherheit lieb. Um alle Vorteile der Tidenreviere ausnutzen zu können, bzw. das Beste aus deren Erschwernissen zu machen, sollte ein Boot problemlos trockenfallen können.

Einhandtauglichkeit

Da ich gerne außerhalb von Wochenenden und fern von meinem Wohnort häufig mehrtägige Törns in wechselnden Revieren gesegelt bin, ist mir das Finden von Mitseglern oft nicht leicht gefallen. Grundsätzlich kann man jedes Boot einhand segeln, so habe ich das nicht nur mit Jollen, sondern auf mit meinem Plattbodenboot ohne Autopilot häufig gemacht. Mein nächstes Boot sollte aber nicht nur einhandtauglich, sondern einfach zu bedienen und bequem einhandtauglich sein - und das auch im Hafen.

Deckaufbau

Es hat sich in der Hobby-Seefahrt leider eingebürgert, dass der Seefahrer bei Gang unter Deck den Vorausblick aufgibt. Ein einfach einhand zu segelndes Boot sollte den Blick nach vorne ermöglichen wenn man unter Deck geht um Kaffee zu kochen oder wenn es regnet.

Geschwindigkeit

Ich segel zwar nicht um zu rasen, aber ein Unterschied von einem oder zwei Knoten, kann 50% der SOG ausmachen, in Tidenrevieren auch 100%. Im Idealfall würde ich ein leichtes Boot wählen, welches aus Verdrängerfahrt ins Gleiten gebracht werden kann und sich dabei zahm verhält.

Beiboot

Wenn ein Platz für ein Dinghi vorgesehen ist, wird dessen Benutzung stark vereinfacht und man muss es nicht mehr mühsam stauen. Das macht Segeln, besonders auf kleinen Booten, wieder etwas bequemer. Eine Dinghi-Garage ist zwar kein Muss, aber nur von innen zugängliche Backskisten können einem die Lust an der Beibootbenutzung wirklich vermiesen.


Mein aktueller Favorit ist eine Mojito 888 von IDBmarine in der Bretagne.

Mojito 888 fast sailing yacht
Die Mojito 888 ist kürzer als 10 m und wiegt knapp 3 Tonnen. Der Tiefgang ist durch einen Schwenkkiel variabel und beträgt mit aufgholtem Kiel 1 Meter. Intergrierte Wattstützen ermöglichen Trockenfallen. Das Boot ist einhandtauglich und ein Vorausblick von unter Deck ist möglich. Die Mojito ist geschäumt und unsinkbar.

Bekannte Nachteile einer Mojito 888

Ich habe eine Körpergröße von 192 cm und weiß, dass die Kojen kürzer sind. Hier bin ich auf einen Test und Abhilfemaßnahmen gespannt. Nachteile durch den Leichtbau bei Isolation und Schall sind wohl zu akzeptieren, sonst wäre ein schwereres Boot zu wählen.

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